Münster, 2025 | Konzept, Set, Schnitt
Hymen macht Musik, weil sie Musik machen will.
Für ihre Debüt-EP haben wir drei Musikvideos und ein Intro gedreht. Ein Team, das fast ausschließlich aus FLINTA*-Personen bestand. Als einer von zwei Männern in so einem Raum merkt man, dass männliche Sozialisation Platz einnimmt – auch ungefragt. Daran zu arbeiten ist interessanter, als man denkt.
Die EP erzählt von einer Frau, die eine Beziehung hinter sich lässt, zur Sirene wird und auf dem Weg dahin ziemlich viel Freude entwickelt. Wut, die nach außen geht statt nach innen. Feminismus, der nicht im Booklet steht, sondern im Song, im Bild, in jeder Entscheidung am Set. Ich war beim Konzept dabei, habe am Set angepackt und im Schnitt mitgeguckt. Drei Kapitel Emanzipation, eine Meerjungfrau, die weiß, was sie will – und ein Team, das genau wusste, wie man das erzählt.
Meerjungfrauen mit Mordfantasien sind eh unterschätzt.